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10. Tauftagskonzert für Johann Wilhelm Wilms
Das Leben ist vierhändig

Auf dem PROGRAMM des Zehnten Tauftagskonzerts steht (fast) ausschließlich
VIERHÄNDIGE KLAVIERMUSIK VON WILMS.
Einfallslos? Im Gegenteil.
Die aufgeführten Wilms-Werke stammen AUS UNTERSCHIEDLICHEN PHASEN SEINES
SCHAFFENS, richten sich an unterschiedliche Zielgruppen und stellen unterschiedliche
Anforderungen an die Ausführenden.
Doch damit nicht genug der Abwechslung. JEDES STÜCK BEKOMMT EIGENE INTERPRETEN:
3 Wilms-Kompositionen werden gespielt von 3 Klavierduos
aus 3 Generationen in 3 verschiedenen Besetzungen, als da wären:
Das Brüderpaar HANS-PETER UND VOLKER STENZL, eines der weltweit besten Klavierduos
(„Brillant and lucid, rich in nuance and power“, The New York Times), seit einem Vierteljahrhundert zu
Gast in den angesehensten internationalen Konzerthäusern (und seit seiner Aufführung der vierhändigen Wilms-Sonate op. 41 im Zweiten Tauftagskonzert das erste, berühmteste und global erfolgreichste Wilms-Duo!) stellt in Witzhelden Wilms’ große, der Sphäre geselligen Hausmusizierens entwachsene SONATE C-DUR op. 31 vor, ein Werk, das erst in einem Konzertambiente sein Eigentliches zu erkennen gibt.
Da wären überdies die jungen Zwillingsschwestern Wang, SUSAN UND SARAH WANG,
Amerikanerinnen mit taiwanesischen Wurzeln, die nach abgeschlossenen Studien in den USA und
nach mehreren internationalen Wettbewerbserfolgen sich noch am Anfang ihrer Karriere befinden
(die Auszeichnung mit dem dritten Preis im ARD-Wettbewerb München 2010 dürfte ihr kräftigen Schub verleihen) und zur Zeit noch im Studiengang Konzertexamen Klavierduo an der Musikhochschule Rostock von den immensen Erfahrungen der dort lehrenden Stenzl-Brüder profitieren.
Mit Wilms’ D-Dur Sonate op. 7 haben die Schwestern Wang das passende Werk erwischt: absolut
tauglich, das eigene Vergnügen am Zusammenspiel innerhalb der Privatsphäre voll auszuleben, ist
die Komposition nicht minder geschickt, auch Außenstehende an dieser Freude teilhaben zu lassen,
weil die Musik, von Einfällen und Überraschungen wirklich strotzend, den Interpreten reichlich
Gelegenheiten bietet, ihre Klasse als Pianisten und Duopartner auch im Konzertsaal schönstens
auszuspielen.
Und schließlich wäre da ein Geschwisterpaar aus Wilmsens Heimatregion, FRANZ UND JOHANNA
THIELE, Schüler noch und Preisträger diverser Jugend-musiziert-Wettbewerbe. Die beiden werden
Sie mit einer Komposition bekannt machen, die der als Klavierlehrer notgedrungen sehr erfahrene
Wilms für noch nicht so fortgeschrittene Musikschüler verfasst hat: Fünf Variationen über eine
seinerzeit verbreitete Liedmelodie, als deren Erfinder man abwechselnd (und in beiden Fällen
fälschlicherweise) Haydn wie Mozart vermutet hatte. Meisterlich hält Wilms hier die Balance zwischen
klavierpädagogischer Effizienz und ermunterndem Spaß für Ausführende wie Zuhörer –
Übungsliteratur der besseren Art also, die auch als Vortragsstück in erweitertem Rahmen funktioniert.
Und als ob Wilms bei der Auswahl seines Themas geahnt hätte, was wir mit seinen Variationen
veranstalten wollen: Sie tragen den Titel „Liebes Mädchen hör mir zu, laß dir doch was sagen“ und
genau darum, ums Zuhören und Sichwassagenlassen, geht es nämlich, wenn die Gebrüder Stenzl am Beispiel der Mädchen-Variationen den Geschwistern Thiele (und uns!) etwas von ihrem Wissen über Wilms und die Kunst des Vierhändigspielens vermitteln:
KOMPAKTER INTERPRETATIONSKURS ALS INTEGRALER BESTANDTEIL EINES KONZERTS - bisher nie dagewesen. Kostbare Augenblicke. Sie nicht zu verpassen lohnt manche Mühe.
Zu Beginn des Ganzen servieren die Gebrüder Stenzl drei pikante Appetithäppchen von György
Ligeti: seine vierhändige Sonatina (1950).
In diesem Zusammenhang darf auch jetzt schon vom Dessert die Rede sein. Wir machen Ihnen
folgende Vorschläge: Nach dem Konzert sichten Sie am Stand der IJWWG die lieferbaren CD Einspielungen der Gebrüder Stenzl, vielleicht erstehen Sie die ein oder andere, womöglich die mit den beiden Wilms-Sonaten opp. 31 und 41 und lassen sie sich von den Künstlern signieren. Und/oder Sie schauen in die Neuausgabe der Noten zur Wilms-Sonate op. 7, die pünktlich zum Zehnten Tauftagskonzert ausgeliefert wird, beschließen, eines der ersten Exemplare zu ergattern,
es mit einer persönlichen Widmung der Interpretinnen bereichern zu lassen undund//oderoder Sie kommen in den >Rusticus<, die Bauerngastronomie unweit der Konzertkirche, dem Treffpunkt der Künstler, Besucher und Veranstalter unserer Tauftagskonzerte, wo der Gedanken- und Meinungsaustausch unter Wilms-Freunden ein leckeres Zuhause hat.
WILLKOMMEN.

 
 

Termin:

Ort:



Preise:

Karten:


Künstler:




Musik:

















gefördert durch:

Sonntag, 25. März 2012, 17 Uhr

Evangelische Kirche Witzhelden
Am Markt
42799 Leichlingen

15 €, ermäßigt 7 €. Kinder und Musikschüler frei

unter 02 21 / 9 42 04 30 und an der Abendkasse


>> Hans-Peter und Volker Stenzl
>> Susan und Sarah Wang
>> Franz und Johanna Thiele


György Ligeti (1923-2006)          

Sonatina for Piano Four-Hands
Allegro - Andante - Vivace


J.W. Wilms (1772-1847)

Sonate à Quatre Mains pour le Pianoforte
C-Dur op. 31
Allegro brillante - Andante - Allegro molto

Liebes Mädchen hör’ mir zu, laß dir doch was sagen
Air favori, varié à Quatre Mains pour le Piano

Sonate pour le Piano Forte à Quatre Mains
D-Dur op. 7
Allegro - Rondo Allegro








>> Programmheft (0,7 MB)
  >> Routenplaner

 

Rezensionen

Lächeln und spielen - mit vier Händen

Eine Lehrstunde für Johann Wilhelm Wilms

Witzhelden zeigte Flagge. Wie immer, wenn im Höhendorf ,,was los“ ist.
Auch am Sonntag, als Freunde der klassischen Musik das
zehnte Tauftagskonzert für Johann Wilhelm Wilms feierten.
Ein kleines Jubiläum, wenn auch ,,kein richtiges“ wie Ernst A. Klusen,
der umtriebige Vorsitzende der Internationalen Wilms-Gesellschaft, anmerkte.

Damit erklang die Musik des bergischen Komponisten,
der in den Niederlanden seine größten Erfolge feierte, an jener Stelle,
wo er gegen Ende des 18. Jahrhunderts getauft worden war.
Er muss ein geselliger und ein humorvoller Mensch gewesen sein.
Das machte das Pianisten-Duo Hans-Peter und Volker Stenzl deutlich.
Die Beweise lieferten sie mit seiner Musik:
der „Sonate à quatre Mains pour Pianoforte C-Dur“.

Ebenso brillant wie majestätisch funkelt der Beginn.
Da flitzen die Finger nur so über die Klaviertasten.
Da mendelssohnt es schon ganz gewaltig,
doch auch die Beethovensche Farbpalette klingt an.
Da blitzt doch das Kopfmotiv aus dessen dritter Klaviersonate auf.
Gut möglich, dass Wilms den gebürtigen Bonner Kollegen kannte.
Sie waren Zeitgenossen. Ludwig van Beethoven wurde 1770,
Johann Wilhelm Wilms zwei Jahre später geboren.

Wo der Humor wohnt

Doch zurück zum Humor:
Ihn brauchten die Geschwister Franz und Johanna Thiele,
denn die Stenzl-Brüder zeigten ihnen (und dem Publikum),
wo sich der Humor in Wilms‘ fünf Variationen über das Lied
„Liebes Mädchen hör‘ mir zu, lass dir doch was sagen“ versteckt.
Der kleine Interpretations- war ein Meisterkursus,
eine öffentliche Lehrstunde und damit keine Kleinigkeit für die
Siebzehnjährige und ihren drei Jahre jüngeren Bruder.
Da waren starke Nerven gefragt - und eben Humor.
Den bewiesen die beiden, denn statt Tränen flossen die Umspielungen,
die sich um das Liedthema ranken, im Anschluss an die Lehrstunde duftiger,
zärtlicher, insgesamt musikalischer als im ersten Durchlauf.

„Lächeln und spielen“, die Aufforderung von Volker Stenzl hatte sich bewährt,
auch zur Freude des Publikums, das den pianistischen Nachwuchs mit kräftigem
Applaus schon zwischendurch ermutigt und angespornt hatte.

„Das Leben ist vierhändig“.
Das Konzertmotto traf auch auf die beiden jungen Frauen Susan und Sarah Wang zu.
Die Zwillinge spielen seit ihrem siebten Lebensjahr Klavier.
Zur Zeit studieren sie als Meisterschülerinnen bei Hans-Peter und Volker Stenzl.
So quirlig und stilbewusst sie auch Wilms‘ vierhändige Sonate in D-Dur gestalteten -
zum hinreißenden Rausschmeißer machten sie Samuel Barbers Tango und Galopp,
zwei Tänze in aberwitziger Technik und bezaubernder Musikalität.

So putzmunter wie er endete,
hatte der sonnige Spätnachmittag in der Witzheldener Kirche auch begonnen,
mit der vierhändigen Sonatina von György Ligeti nämlich,
einem Stückchen Neoklassik, das die Stenzl-Brüder mit entsprechendem Augenzwinkern vorstellten. (Ingeborg Schwenke-Runkel)

Quelle: Kölner Stadt-Anzeiger, 27. März 2012

Hochkarätige Duos

KLAVIERKONZERT Zu Ehren von Komponist Wilms.

Witzhelden. Johann Wilhelm Wilms war Pianist, Flötist, Musiklehrer und vor allem Komponist. Sein Andenken zu wahren ist das Ziel der „Internationalen Johann Wilhelm Wilms Gesellschaft“. Sie veranstaltete in der evangelischen Kirche das zehnte Tauftagskonzert für den gebürtigen Witzheldener und späteren Wahl-Amsterdamer.

„Wir wollen Wilms für die Musikwelt wiedergewinnen“, sagte Dr. Ernst Klusen, der Vorsitzende der Wilms-Gesellschaft. Maßstäbe setzten direkt die Brüder Hans-Peter und Volker Stenzl. Das gefragte Klavierduo lehrt an den Musikhochschulen in Stuttgart und Rostock und richtet nationale wie internationale Wettbewerbe aus. In Witzhelden spielten sie mit Brillanz und enormem Stilgefühl. Mal träumerisch-tänzelnd, mal mit klarem Aufbruch und anrollenden Wogen bis zum buchstäblichen Schlusspunkt hielten sie die Besucher bis zum erlösenden Applaus nach über 40 Minuten Spielzeit in Atem. Eine eher ungewöhnliche Vorstellung gaben die beiden im „Kleinen Interpretationskurs“: Gemeinsam mit dem Teenager-Geschwisterpaar Franz und Johanna Thiele demonstrierten sie am Beispiel von Wilms‘ „Liebes Mädchen, hör mir zu“, wie aus einem technisch einwandfrei gespielten Musikstück gefühlvolles und fulminantes Spiel wird. Entdeckt und für das Konzert ausgewählt wurden Franz und Johanna Thiele als Preisträger im Klavierduo beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“.

Zwillingsschwestern mit USA-Studium

Als Schlussakt kamen die Zwillingsschwestern Susan und Sarah Wang. Die US-Amerikanerinnen spielen seit ihrem siebten Lebensjahr – vierhändig sowie an zwei Klavieren. In den USA studierten sie Musik und sind Meisterschüler der Brüder Stenzl. (Sabine Firouzkhah)

Quelle: Solinger Tageblatt, 27.03.2012

Ein Fest der Vierhändigkeit

In Witzhelden erinnerte das zehnte Taufkonzert an den Komponisten Johann Wilhelm Wilms

In den Niederlanden ist der Komponist Johann Wilhelm Wilms (1772-1847) populärer als in seiner bergischen Heimatregion. Er komponierte nämlich die Melodie zum Lied "Wien Neerlandsch bloed", das im 19. Jahrhundert die niederländische Nationalhymne wurde. Geboren ist er im kleinen Ort
Witzhelden, der heute ein Stadtteil von Leichlingen ist.

Dort, in der gemütlichen Dorfkirche mit ihrem dicken, mittelalterlichen Turm, "Der Alte vom Berge" genannt, findet zu seinen Ehren seit zehn Jahren das Tauftagskonzert statt. In diesem Jahr stellten die Brüder Hans Peter und Volker Stenzl, beide Professoren an den Musikhochschulen in Stuttgart und
Rostock, Beispiele aus der Wilms'schen Kompositionswerkstatt für Vierhändiges Klavierspiel vor.

Sie spielten die "Sonate à quatre mains C-Dur op. 31", ein brillantes, sehr eingängiges Werk mit abwechslungsreichen, öfters auch an Joseph Haydn und Wolfgang Amadeus Mozart erinnernden Passagen, lebenszugewandt und heiter. Auch die vierhändig gesetzten Variationen über das Lied "Liebes Mädchen hör mir zu,...", gespielt von den jungen Geschwistern Franz und Johanna Thiele
aus Hennef, machten die geschmeidige Kompositionskunst von Wilms deutlich. Beide - noch im Schüleralter - wurden in humoriger Form durch die Professoren über Interpretationsweisen belehrt.
Am Schluss zeigten die international konzertierenden Schwestern Susan und Sarah Wang virtuose
Meisterschaft beim Spiel der "Sonate D-Dur op. 7".

Die Tauftagskonzerte versammeln in jedem Jahr ein festlich gestimmtes Publikum, dem die Freude anzumerken ist, dass es der 2002 gegründeten Johann-Wilhelm-Wilms-Gesellschaft (IJWWG) in Bonn gelungen ist, den aus dem Bergischen stammenden Komponisten nach langer Vergessenheit wieder bekannt zu machen. Die IJWWG initiiert neue Verlegung von Notenmaterial, Konzertaufführungen, Konzertaufnahmen, Vorträge und Exkursionen. Wilms, selbst Konzertflötist, komponierte auch für den Laien gut zu spielende Flötenmusik.

In seinem Geburtsort Witzhelden erhielt Wilms ersten Musikunterricht bei seinem Vater Johann, dem dortigen Lehrer und Organisten. Über Stationen in Lüttringhausen und Elberfeld kam er 1791 nach Amsterdam und war dort als Organist, Lehrer und Konzertflötist tätig. Im Leipziger Gewandhaus wurden Orchesterwerke von ihm aufgeführt, ebenso in Schwerin, Prag und Breslau.
Er starb 1847 in Amsterdam. (Gisela Schmoeckel)

Quelle: Bergische Blätter, 09.2012, 5. Mai 2012

Das Leben ist vierhändig

Ausnahme-Musiker faszinierten das Witzheldener Publikum

Hans-Peter und Volker Stenzl begeisterten mit ihrem vierhändigen Klavierspiel.

Als "stille und hochtalentierte Stars der internationalen Klavierduo-Szene" kündigte Dr. Ernst Klusen, Vorsitzender der Internationalen Wilms-Gesellschaft, Hans-Peter und Volker Stenzl an.
Die beiden Ausnahme-Musiker faszinierten das Witzheldener Publikum in der Evangelischen Kirche mit fulminanter Technik sowie enormen Spiel- und Stilgefühl. Die Beiden hatten Auftritte in fast allen Ländern Europas sowie in Afrika, Amerika, Japan und China. Vierhändig auf dem Flügel eroberten sie auch die Herzen des Witzheldener Publikums.
Anlässlich des Tauftags des Witzheldener Komponisten Johann Wilhem Wilms (1772-1847) gelangten fast ausschließlich seine Werke zur Aufführung. Auch die Zwillingsschwestern Susan und Sarah Wang, talentierte Meisterschüler von Hans-Peter und Volker Stenzl, sowie Franz und Johanna Thiele präsentierten ebenfalls Werke von Wilms. (sch)

Quelle: Lokale Informationen