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Fünftes Tauftagskonzert für Johann Wilhelm Wilms

 

Mitteilungen an den inwendigen Menschen
Das Tecchler Trio spielt Werke von Dieter Ammann, Johannes Brahms und Johann Wilhelm Wilms
MITTEILUNGEN AN DEN INWENDIGEN MENSCHEN - so nannte Wilms die Musik (1822)

Brahms ("In meinen Tönen spreche ich...", 1868) und
Ammann ("...das Bedürfnis sich möglichst umfassend verständlich zu machen", 2005)
hätten dem nur zustimmen können.

Was Wilms ÜBER DIE MUSIK UND IHRE WIRKUNG sonst noch äußerte
und welch verblüffende Übereinstimmungen sich in den Aussagen der Nachgeborenen finden,
erfahrt man aus authentischen Quellen in einem kleinen Exkurs
während des fünften Tauftagskonzerts, das jedem Zuhörer ganz gewiss als
unwiederholbare Ausnahmeveranstaltung in Erinnerung bleiben wird:
eines der international angesehensten Kammermusikensembles seiner Generation,
das TECCHLER TRIO, hat sich vor einem Jahr für Wilms entschieden und startet seinen ersten öffentlichen Einsatz für dessen Musik mit der quasi-Wiederuraufführung des Klaviertrios C-Dur.

Nicht in Zürich, nicht in London, in Moskau nicht und nicht in Wien.
In Witzhelden. Wenn schon denn schon.
Termin:

Ort:

Preise:

Karten:


Künstler:


Musik:




Text:


gefördert durch:
Sonntag, 25. März 2007, 17 Uhr

Evangelische Kirche Witzhelden

10 €, ermäßigt 5 €. Kinder und Musikschüler frei

unter 02 21 / 9 42 04 30 und an der Abendkasse


>> Tecchler Trio


J.W. Wilms, Klaviertrio C-Dur
D. Ammann, "Après le silence" für Klaviertrio (2004/2005)
J. Brahms, Klaviertrio H-Dur op.8 (2. Fassung)


J.W.Wilms, Über die Tonkunst und ihre Wirkung (1822)




>> Programmheft (965 KB)
  >> Routenplaner
Rezensionen
  Glaubensbekenntnis eines Komponisten

Über 120 Zuhörer waren begeistert vom Programm, das die Internationale Wilms Gesellschaft zusammengestellt hatte.

Witzhelden. Die umtriebige Internationale Johann Wilhelm Wilms Gesellschaft, allen voran ihr Vorsitzender Ernst A. Klusen, konnte auch zum fünften Tauftagskonzert für den 1772 in Witzhelden geborenen Musiker und Komponisten ein mehr als attraktives Programm vorstellen.
Das mittlerweile auch international renommierte Tecchler-Trio spannte mit Werken von Wilms, Brahms und dem zeitgenössischen Ammann einen Bogen bis in die Moderne.

Dabei konnten die gut 120 Zuhörer in der Witzheldener Kirche gleich drei Premieren miterleben.
Denn das zur Eröffnung des musikalischen Spätnachmittags ausgesuchte Klaviertrio in C-Dur
von Wilms gehört zu den weniger bekannten Stücken und wurde seit fast 200 Jahren nicht mehr aufgeführt. Als krassen Kontrast schloss das Trio mit dem Schweizer Pianisten Benjamin Engeli,
der ebenfalls aus der Schweiz stammenden Geigerin Esther Hoppe und dem in Augsburg geborenen Cellisten Maximilian Hornung ein modernes Werk des befreundeten Komponisten Dieter Ammann an. Fast atonal wirkend beginnt dieses Stück, nach einer Schaffenspause „Après le silence“ betitelt, recht verhalten, steigert sich schließlich immer mehr, wird immer dichter und komplexer bevor es Musiker wie Zuhörer nach gut 15 Minuten fast ein wenig erschöpft entlässt.

Eingebunden ins Konzert zitierte und interpretierte Ernst A. Klusen schließlich aus einem Vortrag von Wilms über das Wesen der Musik und der Tonkunst, den dieser im April 1822 vor der Amsterdamer Akademie der schönen Künste gehalten hatte.
„Nach 185 Jahren Schweigen erfahren wir hier etwas über das musikalische Glaubensbekenntnis des Johann Wilhelm Wilms“, so Klusen.

Und auch wenn einem die Einlassungen zu „musikalischer Eingabe, göttlicher Erweckung und heiliger Verzückung“, die aus Musik mehr machen, als die Aneinanderreihung von Tönen, recht altmodisch erscheinen mochten, lauschten viele Zuhörer dem sich anschließenden Klaviertrio H-Dur op. 8 von Johannes Brahms mit einem geschärften Gespür für die Schönheit und das Wesen in der Musik. Als Dankeschön gab es herzlichen Applaus. (Volker Jansen)

Quelle: Solinger Tageblatt, 27.03.2007